Faltenbehandlung mit Polymilchsäure (Liquid Lift): Der diskrete Weg zur glatteren Haut
Wer eine Faltenbehandlung in Erwägung zieht, wünscht sich nicht unbedingt einen sofort deutlich sichtbaren Effekt. Eine Umfrage der Amerikanischen Vereinigung für plastisch-rekonstruktive Gesichtschirurgie ergab, dass drei von vier Frauen lieber einen diskreten, sich langsam aufbauenden Effekt hätten, der dafür aber länger anhalten soll.
Dieser Wunsch kann in Erfüllung gehen: mit einer Faltenbehandlung mit Polymilchsäure. Diese wirkt anders als herkömmliche Volumenfiller und wird im Unterschied dazu als Stimulationsfiller bezeichnet. Dabei ist der aktive Wirkstoff Milchsäure, die auch im menschlichen Organismus natürlich vorkommt.
Beim Liquid-Lift-Verfahren wird synthetisch hergestellte Milchsäure verwendet. Dieser Stoff ist biokompatibel und wird schon lange zum Beispiel für selbst auflösendes chirurgisches Nahtmaterial benutzt. Es wird einfach zu Wasser und CO2 abgebaut.
Das gelartige (wasserhaltige) Milchsäure-Polymer wird tiefer in die Haut gespritzt als andere Füllmaterialien, nämlich in den tiefen Bereich der Lederhaut (Dermis). Hier polstert es die Falte zunächst mit seinem Wasser auf. Der Auffülleffekt lässt in den darauf folgenden Tagen nach, da das enthaltene Wasser vom Körper resorbiert wird. In einer zweiten Phase fördern die Milchsäurekristalle an Ort und Stelle die Bildung von körpereigenem Kollagen. Dieser Aufbau steigert sich über die nächsten 8 bis 12 Wochen, so dass die Falten oder fehlendes Volumen immer weiter ausgeglichen werden. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, können mehrere Behandlungen im Abstand von zwei bis drei Monaten erfolgen. Der Effekt hält danach bis zu zwei Jahre an und lässt sich dann wieder auffrischen.
Für wen ist die Faltenbehandlung mit Polymilchsäure (Liquid Lift) interessant?
Die Polymilchsäure-Behandlung eignet sich zum einen zum Unterspritzen von Falten zum anderen zum großflächigen Volumenaufbau. Nasolabialfalten und Mundwinkelfalten, Lippen- und Stirnfalten lassen sich mit diesem Verfahren gut glätten. Da auch großflächige Areale gut in einer Sitzung behandelt werden können, lassen sich eingesunkene Wangen oder Gewebeverluste im Bereich des Jochbogens oder am Kinn sehr gut aufpolstern.
Wie führen wir die Faltenbehandlung mit Polymilchsäure (Liquid Lift) durch?
Vor der Behandlung wird die Haut desinfiziert und schmerzempfindliche Bereiche werden mit einer Betäubungscreme bestrichen. Dann injizieren wir mit einer sehr feinen Nadel das Polymilchsäure-Präparat in die tiefe Lederhaut (Dermis) oder die darunter liegende oberste Schicht der Unterhaut (obere Subkutis). Eine anschließende Massage verteilt den Wirkstoff gleichmäßig im Gewebe. Um Schwellungen, die durch die Injektion entstehen können, vorzubeugen, wird ein Kältekissen aufgelegt. Direkt nach der Behandlung ist die Aufpolsterung des Gewebes gut zu sehen.
Was ist nach der Faltenbehandlung mit Polymilchsäure (Liquid Lift) wichtig?
Im Laufe der nächsten Tage wird das in dem Polymilchsäure-Gel enthaltene Wasser vom Körper resorbiert, und der Auffülleffekt lässt wieder etwas nach. Nun beginnt der Aufbau von neuem Bindegewebe, der durch den Wirkstoff stimuliert wird. Dafür braucht der Körper etwa 8 bis 12 Wochen – dann ist der maximale Effekt und somit eine deutliche Straffung der behandelten Regionen erreicht. Wir entscheiden dann gemeinsam, ob eine weitere Aufbaubehandlung ratsam ist. In der Regel sind zwei bis drei Behandlungen nötig, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die aufpolsternde Wirkung hält bis zu zwei Jahre an, bevor die behandelten Areale durch den natürlichen Alterungsprozess wieder an Spannkraft und Elastizität verlieren. Eine Wiederauffrischung ist dann selbstverständlich möglich. Über alle etwaigen Risiken sowie den genauen Ablauf der Behandlung in Ihrem speziellen Fall informieren wir Sie ausführlich in einem individuellen Beratungsgespräch. Nehmen Sie dazu gerne mit uns Kontakt auf.


