
Bauchdeckenstraffung auf einen Blick
- OP-Dauer 1,5 h
- Narkose Dämmerschlaf/Vollnarkose
- Klinikaufenthalt 0-3 Tage
- Kosten ab 5.000 €
- Nachbehandlung 4-6 Wochen
- Fadenzug nach 12-21 Tagen
- Gesellschaftsfähig nach 2-3 Wochen
- Sport nach 6 Wochen
Bauchdeckenstraffung: weit mehr als nur eine ästhetische Verbesserung
Die Bauchdeckenstraffung oder Abdominoplastik ist ein häufig durchgeführter Eingriff. Sie lohnt sich dann, wenn nach erheblicher Gewichtsabnahme oder nach einer Schwangerschaft die überdehnte und erschlaffte Bauchdecke unschön nach vorne hängt. Das kann insofern belastend sein, weil sich diese Bauchfettschürze meist auch durch engagiertes sportliches Training nicht mehr vollständig straffen lässt.
Neben den ästhetischen Gesichtspunkten gibt es noch andere Aspekte, unter denen eine solche Hautpartie problematisch ist: Unterhalb der Hautfalte kann es zu Pilzinfektionen kommen. Und im Falle des Auseinanderweichens der geraden Bauchmuskeln aufgrund der andauernden Überdehnung der Bauchdecke kann es in der Folge zu Rückenschmerzen und sogar zu Haltungsschäden kommen. Grund genug, um sich hier rechtzeitig um Abhilfe zu bemühen.
Für wen ist eine Bauchdeckenstraffung interessant?
Wichtigste Voraussetzung für eine Bauchdeckenstraffung: Sie sollten durch gesunde Ernährung und sportliche Aktivität schon Ihr Wunschgewicht erreicht haben. Wenn Sie nach dem Eingriff ihr Gewicht noch weiter reduzieren, wird die frisch gestraffte Bauchdecke sonst noch weiter erschlaffen. Natürlich sollten Sie auch in der Lage sein, dieses Gewicht zu halten; sonst wird die Bauchdecke erneut überdehnt. Aus dem gleichen Grund sollten Sie die Bauchdeckenstraffung möglichst erst dann in Angriff nehmen, wenn Sie keine (weitere) Schwangerschaft mehr wünschen.
Wie führen wir eine Bauchdeckenstraffung durch?
Die Operation dauert etwa zwei bis drei Stunden und wird in Vollnarkose durchgeführt. Zunächst machen wir einen Schnitt kurz oberhalb des Schambereichs, der seitlich etwas nach oben ausläuft. Nach einem weiteren ringförmigen Schnitt um den Bauchnabel herum kann die gesamte Bauchdecke von der Muskulatur abgehoben werden. Sind die Stränge der geraden Bauchmuskeln auseinander gewichen, fixieren wir sie wieder aneinander und schaffen so eine Art „innere Korsage“. Um die Bauchdecke zu straffen, ziehen wir sie nach unten und entfernen dort überschüssiges Gewebe. Für den Bauchnabel arbeiten wir eine neue Öffnung in die Bauchdecke ein. Die langen Wundränder passen wir aneinander an und verschließen sie in mehreren Schichten mit innen liegenden Nähten. Die Narbe verläuft dabei vollständig innerhalb der Bikinilinie.
Was ist nach einer Bauchdeckenstraffung wichtig?
Zwei bis drei Tage bleiben Sie in der Klinik. Danach sollten Sie unbedingt die Möglichkeit haben, sich noch zwei bis drei Wochen zu schonen. Am ersten Tag nach dem Eingriff halten Sie Bettruhe. Dabei ist darauf zu achten, dass die Bauchdecke nicht gespannt wird, was durch eine leicht in der Hüfte gebeugte, also halb sitzende Haltung erreicht wird. In den ersten Tagen werden Sie leichte Schmerzen verspüren, die jedoch mit Medikamenten gut gelindert werden können. Die Bauchdecke fühlt sich eng und ungewohnt an. Drei Tage nach der Operation sollten Sie bereits mit einem leichten Trainingsprogramm beginnen. Dies verhindert Schwellungen und beugt der Thrombosegefahr vor. Um das Zusammenheilen zu unterstützen, müssen Sie sechs Wochen lang Tag und Nacht spezielle Kompressionswäsche tragen. Sport und körperliche Anstrengungen sind in dieser Zeit tabu. Die Narben können in den ersten Monaten noch etwas verdickt und gerötet sein; sie werden mit der Zeit flacher und heller. Auf Sonnenbäder und Solariumbesuche sollten Sie etwa ein Jahr lang verzichten. Über alle etwaigen Risiken sowie den genauen Ablauf der Behandlung in Ihrem speziellen Fall informieren wir Sie ausführlich in einem individuellen Beratungsgespräch. Nehmen Sie dazu gerne mit uns Kontakt auf.


